Fragen und Antworten zu Private Krankenversicherung Vergleich

Häufige Fragen und Antworten rund um die private Krankenversicherung

Wer in die Private Krankenversicherung wechseln möchte, tut diesen Schritt in erster Linie, um von umfassenderen Leistungen im Krankheitsfall zu profitieren. Vielen Versicherten reicht das Leistungspotenzial in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht aus, weshalb sie sich für die PKV entscheiden.

  • Wer kann sich in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichern?
  • Welche Vorteile bietet die PKV gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung?
  • Wann muss ich zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

Alle diese Fragen treten auf, wenn man sich privat versichern möchte oder bereits in der Privaten Krankenversicherung versichert ist. Wir haben Ihnen die häufigsten Fragen rund um die PKV zusammengestellt und beantwortet.

Sollte Ihre Frage bzw. Antwort nicht dabei sein, schreiben Sie unseren Experten gerne eine E-Mail mit Ihrer Frage zur PKV oder GKV.

 

Wer kann sich in der PKV versichern?

 

Wer kann sich in der Privaten Krankenversicherung versichern?

Grundsätzlich kann jeder eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen, der versicherungsfrei ist und noch nicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist.

Dies schließt vor Allem die folgenden Personengruppen ein:

  • Beamte oder weitere Personen mit dem Anspruch auf Beihilfe
  • Selbstständige oder Freiberufler
  • Angestellte, die ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze aufweisen (2019 liegt die Jahresentgeltgrenze bei 60.750 €)

Sollte aufgrund Ihrer Angaben unklar sein, ob eine Versicherung in der PKV möglich ist, so werden sich unsere Experten mit Ihnen in Verbindung setzen um gemeinsam mit Ihnen zu prüfen, ob eine für Sie nutzbare Ausnahmeregelung besteht.

 

Ich bin selbstständig. Was muss ich als Selbständiger oder Freiberufler in der PKV beachten?

Wie auch bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) tragen Sie als Selbstständiger den kompletten Beitrag zur Krankenversicherung selbst und erhalten keine Zuschüsse.

Die PKV bietet den Vorteil, dass Sie sich Ihren Versicherungsschutz ganz individuell und nach Ihren Anforderungen und Wünschen zusammenstellen können. Dies bedeutet also auch, dass Sie ihren Beitragssatz selbst bestimmen können.

Hinweis: Bedenken Sie, dass Sie als Selbstständiger auch über eine Krankentagegeldversicherung nachdenken sollten, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein.

 

Welche Regelungen hinsichtlich der PKV gibt es für Arbeitnehmer?

Für Arbeitnehmer entscheidet das Jahresarbeitsentgelt darüber, ob Sie versicherungspflichtig oder versicherungsfrei sind. Für die Berechnung des sog. regelmäßigen Jahresarbeitsentgeldes wird das durchschnittliche monatliche Einkommen eines Jahres sowie Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Überstundenpauschalen oder vermögenswirksame Leistungen betrachtet.

Sie sind dann versicherungsfrei, wenn das berechnete Jahresarbeitsentgeld die Versicherungspflichtgrenze von 60.750 € (2019) übersteigt. Entsprechend der durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsentwicklung wird die Versicherungspflichtgrenze jährlich angepasst.

 

Was ist bei Arbeitslosigkeit zu beachten?

Privat Versicherte die in die Arbeitslosigkeit fallen und Arbeitslosengeld I erhalten, müssen ab diesem Zeitpunkt in die Gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.

Allerdings können Sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, sofern Sie die letzten fünf Jahre vor Ihrer Arbeitslosigkeit privat versichert waren. Allerdings sollten Sie beachten, dass Sie die Befreiung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht widerrufen können und diese für die gesamte Zeit der Arbeitslosigkeit gültig ist.

Genauere Informationen zum Thema PKV und Arbeitslosigkeit finden Sie auch in unserem PKV Wiki.

Welche Besonderheiten gelten innerhalb der Private Krankenversicherung für Beamte?

Für beihilfeberechtigte Beamte, ihre Familienangehörigen und Beamtenanwärter übernimmt der Dienstherr einen Teil der Kosten im Krankheitsfall. Der Bund, das Land oder die Kommune bezahlt dafür einen festgelegten Anteil aller anfallenden Kosten für Ärzte oder andere medizinische Leistungen. Beamte müssen daher lediglich den übrig gebliebenen Anteil versichern.

Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen, wie beispielsweise Selbstständigen, zahlen Beamte deshalb einen deutlich geringeren Betrag für ihre private Krankenversicherung. Die private Beihilfeversicherung ist für Beamte außerdem wesentlich günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung, da hier der volle Versicherungsbetrag gezahlt werden muss. Die Möglichkeit einer Beihilfeversicherung ist bei der GKV für Beamte nicht möglich.

Gibt es in der PKV besondere Regelungen für Ehe- oder Lebenspartner?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, ist es in der PKV nicht möglich den nicht erwerbstätigen Ehepartner beitragsfrei mitzuversichern. Für jeden Krankenversicherten der privaten Krankenkassen muss ein eigener Beitrag gezahlt werden. Dies bietet allerdings den Vorteil, dass der Versicherungsschutz individuell auf den jeweiligen Ehepartner und seine benötigten Leistungen angepasst werden kann.

Für Ehepartner von Privatversicherten, die geringfügig beschäftigt sind oder über kein eigenes Einkommen verfügen, besteht jedoch die Möglichkeit in die PKV zu wechseln, auch wenn sie nicht zu den PKV-berechtigten Berufsgruppen zählen. Der Ehepartner muss dafür einen eignen Vertrag abschließen und monatliche Beiträge zahlen.

Kann ich meine Kinder privat krankenversichern?

Ihre Kinder können zu jeder Zeit in der privaten Krankenversicherung versichert werden, auch wenn Sie oder beide Elternteile gesetzlich versichert sind. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist es innerhalb der PKV nicht möglich Ihr Kind über die Eltern kostenfrei mitzuversichern. Es gibt in der PKV also keine kostenlose Familienversicherung. Für jedes Kind, das in der PKV versichert werden soll, muss ein eigener Beitrag gezahlt werden.

Eine Besonderheit besteht in der Versicherung von neugeborenen Kindern, deren Eltern bereits in der PKV versichert sind. Diese können unter einfachen Bedingungen bei der privaten Krankenkasse der Eltern versichert werden. Hierbei entfällt die übliche Risikoprüfung, wodurch das Kind selbst bei schweren Vorerkrankungen oder Behinderungen ohne Risikozuschläge versichert werden kann.

 

Fragen zu Beiträgen und Tarifen in der PKV

 

Wie berechnen sich die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung?

Die Höhe der Beiträge zu einer Privaten Krankenversicherung ist nicht vom Einkommen abhängig, sondern vom gewählten PKV-Tarif bzw. dem gewünschten Leistungspaket. Die Beitragshöhe Ihrer PKV richtet sich außerdem nach Alter, Geschlecht und nach eventuell vorhandenen Vorerkrankungen, sowie der Höhe der gewählten Selbstbeteiligung.

 

Wie kann ich bei der Beitragsgestaltung sparen?

Insgesamt ist es für Versicherte möglich, durch die Vereinbarung einer Eigenbeteiligung die Höhe der Beiträge auf ein Minimum zu reduzieren. Durchschnittlich beträgt diese rund 300 Euro pro Jahr, allerdings ist dies häufig von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Unterschreitet der Leistungsumfang einer medizinischen Behandlung die Summe von 300 Euro, so muss der Patient für den Kostenaufwand selbst aufkommen. Je mehr Sie als Versicherungsnehmer zu zahlen bereit sind, desto geringer werden auch die monatlichen Beiträge ausfallen. Selbst im Hinblick auf die Auswahl der Versicherungsleistungen können Sie Geld sparen.

Je geringer die gewünschten Leistungen sind, desto niedriger gestalten sich auch die Versicherungsbeiträge der Privaten Krankenversicherung. Überdies erhalten privat Versicherte einen Teil ihrer Kosten zurück, sofern über einen bestimmten Zeitraum hinweg keine Arzt- oder Krankenhausrechnungen bei der PKV eingereicht wurden.


Beachten Sie jedoch, dass die Leistungen der einzelnen privaten Krankenversicherer in gewissen Teilen variieren können. Die Entscheidung zu Gunsten eines Anbieters fällt in der Regel nach dem Leistungsangebot und den Beitragskosten aus.  

Viele private Krankenversicherer haben daher, insbesondere für junge Selbstständige oder Existenzgründer, äußerst verlockende Einsteigertarife bzw. Elementartarife zu bieten. Dadurch ist ein besonders kostengünstiger Versicherungsschutz garantiert.

 

Unser PKV-Tarifrechner zeigt Ihnen alle Möglichkeiten der Beitragsgestaltung und Ersparnisse auf.

 

Wie kann ich als Einsteiger in die Private Krankenversicherung sparen?

Für Einsteiger der PKV können sog. Elementartarife, die sich nach dem Leistungsumfang der GKV richten, interessant sein. So günstig diese Einsteigertarife sind, so flexibel sind sie zumeist auch. Denn je nach vertraglicher Vereinbarung ist es für die Versicherungsnehmer nach Ablauf einer bestimmten Frist möglich, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung den individuellen Versicherungsschutz anzupassen bzw. erhöhen zu lassen.


Auf diese Weise profitiert der Versicherte unter anderem auch davon, dass sich der Versicherungsschutz individuell an die finanziellen Gegebenheiten anpassen lässt.

 

 

Welche Vorteile bietet die PKV im Vergleich zur GKV?

In der Privaten Krankenversicherung können Sie die gewünschten Leistungen völlig frei wählen und Ihre Krankenversicherung auf Ihre Bedürfnisse anpassen. In der GKV werden immer mehr Leistungen gestrichen, immer seltener werden die Kosten für erforderliche medizinische Behandlungen nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil übernommen. Das bedeutet in vielen Fällen eine herbe finanzielle Zusatzbelastung für gesetzlich Versicherte.

Der vereinbarte Leistungsumfang kann durch den Versicherer später nicht mehr einseitig reduziert werden. Anders als bei einer gesetzlichen Krankenkasse sind Sie vor sogenannten Leistungskürzungen geschützt.


Ein großer Vorteil der Privaten Krankenversicherung ist die erstklassige und bevorzugte Behandlung in der Arztpraxis. Je nach gewähltem Tarif genießen Sie außerdem bessere Leistungen im Krankenhaus, höhere Erstattungen beim Bezug einer Brille oder von Zahnersatz, keine Zuzahlungen bei Medikamenten, Übernahme der Arztkosten im Ausland, Chefarztbehandlung und vieles mehr.

Die Private Krankenversicherung ist außerdem oftmals günstiger als eine gesetzliche Krankenkasse. Ersparnisse bis zu 75% sind möglich.



Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, bereits in jungen Jahren Bausteine zur Beitragssenkung im Alter mit in Ihre Tarifkombination einzubinden. Somit sichern Sie sich mit sehr geringem Aufwand günstige Beiträge auch im Alter.

 

Was ist, wenn ich meinen PKV-Beitrag nicht zahlen kann?

Sollte es Ihnen einmal nicht möglich sein Ihren PKV-Beitrag zu zahlen, wenden Sie sich am besten direkt an Ihren Versicherer. Dieser wird Sie beraten und gemeinsam mit Ihnen nach möglichen Lösungen suchen.

Auch wenn Sie Ihren PKV-Beitrag einmal nicht zahlen können, bedeutet dies nicht automatisch, dass Ihr Versicherungsschutz der Privaten Krankenversicherung entfällt.

Bei vorrübergehender Zahlungsunfähigkeit besteht beispielsweise die Möglichkeit, Ihre PKV-Beiträge, in Rücksprache und mit Einverständnis Ihres Versicherers, zu stunden. Ist abzusehen, dass Sie längerfristig keine Beitragszahlungen vornehmen können, lohnt es sich über einen Tarifwechsel oder das Streichen von für Sie verzichtbare Leistungen nachzudenken. Auch hier berät Sie ihr Versicherer gerne und findet mit Ihnen die passende Lösung.

Erst wenn Sie über mehrere Monate nicht in der Lage sind Ihren Beitrag zu zahlen, kann Ihr Versicherer Sie in den Notlagentarif der PKV um stufen.

Mehr zum Thema Notlagentarif der PKV finden Sie auch in unserem PKV Wiki.

Was sollte ich bei einem Tarifwechsel beachten?

Im Versicherungsvertragsgesetz (§ 204 VVG) ist festgelegt, dass Sie jederzeit Ihren Tarif der privaten Krankenversicherung wechseln dürfen. Sollte Ihr Versicherungsbeitrag erhöht werden, ist Ihr PKV-Versicherer sogar dazu verpflichtet, Sie auf das Recht des internen Tarifwechsels hinzuweisen. Bei einem Wechsel des PKV-Tarifes gilt zu beachten, dass eine erneute Gesundheitsprüfung stattfindet, falls sie zu einem Tarif mit höherwertigen Leistungen wechseln möchten. Es besteht die Gefahr, dass der Versicherer einen Risikozuschlag aufgrund neu aufgetretener Erkrankungen veranschlagt.

Diese Gesundheitsprüfung findet ebenfalls statt, wenn Sie nicht nur den PKV-Tarif, sondern auch die Versicherungsgesellschaft wechseln. Es gilt also im Vorfeld ausführlich zu prüfen, ob sich ein Wechsel tatsächlich vorteilhaft auswirken würde. Außerdem sollte beachtet werden, dass bei einem Wechsel der privaten Krankenversicherung Altersrückstellungen verloren gehen, die im Alter für geringere Beitragssteigerungen sorgen sollen.

Warum bekomme ich eine Beitragserhöhung?

Die Versicherungsbeiträge der privaten Krankenversicherung erhöhen sich im Laufe der Zeit. Gründe hierfür sind vor Allem der medizinische Fortschritt, die steigende Lebenserwartung, neue Therapiemethoden sowie die Inflation. Gesetzlich ist genau festgelegt, wann ein privater Versicherer die Beiträge der PKV erhöhen darf. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn die tatsächlichen Kosten die kalkulierten Kosten um fünf bis zehn Prozent übersteigen.

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung gestaltet sich die Beitragsentwicklung der PKV jedoch ähnlich. In beiden Fällen muss mit jährlichen Beitragserhöhungen gerechnet werden.

Wie kann ich im Alter bei PKV-Beiträgen sparen?

Sowohl in der privaten als auch in der gesetzlichen Krankenversicherung lässt es sich nicht verhindern, dass die Beiträge auf lange Sicht steigen. In der PKV sorgen jedoch Altersrückstellungen dafür, dass die Beiträge im Alter nur geringfügig ansteigen. Daneben gibt es einige Möglichkeiten, damit ihre private Krankenversicherung auch im Alter bezahlbar bleibt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Zusatztarife zur Beitragsentlastung, bei denen Sie einen Zuschlag auf Ihren Tarif zahlen, wodurch die Beiträge im Alter abgesenkt werden.
  • Ihnen steht außerdem jederzeit der Tarifwechsel in einen günstigeren Basistarif offen.
  • Außerdem besteht die Möglichkeit auf einige Zusatzleistungen wie beispielsweise die Chefarztbehandlung zu verzichten, um Ihre Beiträge so zu vergünstigen.

Ich beziehe Elterngeld. Beeinflusst dies die Beitragshöhe der PKV?

Die private Krankenversicherung läuft auch während Sie Elterngeld beziehen im normalen Maße weiter. Solange Sie nicht arbeiten, entfällt jedoch der Versicherungszuschuss Ihres Arbeitnehmers. Diesen Anteil müssen Sie in der Zeit, in der Sie Elterngeld beziehen, übernehmen, wodurch Ihr Beitrag deutlich höher ausfallen kann als sonst.

Einige Versicherer bieten außerdem Tarife an, in denen Sie während der Elternzeit für 6-12 Monate von der Beitragszahlung befreit werden können. Informieren Sie sich gerne mit Hilfe unseres Tarifrechners und finden Sie einen geeigneten Tarif für Ihre persönliche Lebenssituation.

 

Fragen zur Kündigung der PKV und dem Wechsel in die GKV

 

Wann kann ich meine private Krankenversicherung kündigen?

Den Versicherungsschutz der Privaten Krankenversicherung können Sie zum Ende eines Versicherungsjahres, mit einer Frist von drei Monaten, kündigen (§ 178h, 1 VVG).

Abhängig vom Versicherungsbeginn kann das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmen oder über einen abweichenden Zeitpunkt hinauslaufen. Wann genau Ihr Versicherungsjahr endet, können Sie ihren Unterlagen zur PKV entnehmen.

Im Falle einer Beitragserhöhung der PKV haben Sie ein Sonderkündigungsrecht von 2 Monaten, ab Erhalt der Änderungsmittelung Ihres Versicherers.

 

Darf meine private Krankenversicherung mir kündigen?

In § 206 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und  § 146 Abs. 1 Nr. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ist geregelt, dass ein Versicherer Ihren Krankenversicherungsschutz nicht ohne „guten Grund“ kündigen darf. 

Kann Ihr Versicherer Ihnen allerdings nachweisen, falsche Angaben hinsichtlich Ihrer Gesundheit gemacht zu haben, kann dieser vom Versicherungsvertrag zurücktreten. Lässt sich sogar eine schwerwiegende Vertragsverletzung nachweisen, kann Ihr Versicherer Ihnen sogar eine außerordentliche Kündigung der PKV aussprechen.

 

Wann kann ich zurück in die gesetzliche Kasse?

Wenn es darum geht, die Frage zu klären, ob man auch weiterhin Mitglied in der Privaten Krankenversicherung bleiben, oder stattdessen Mitglied in der Gesetzlichen Krankenversicherung werden möchte, sollten Sie noch einmal die Vorteile die die PKV mit sich bringt überdenken. Erfahrene Experten raten, einen solchen Schritt in jedem Fall gut zu überlegen und alle Eventualitäten abzuwägen.

Ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV ist im Allgemeinen keineswegs problemlos möglich.


Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Rückkehr in die GKV allerdings möglich.

Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Einkommen des Versicherten wieder unter die Versicherungspflichtgrenze (sprich: 60.750 Euro pro Jahr) sinkt. (Dieser Umstand muss allerdings dauerhaft gegeben sein.)

Auch für privat Versicherte, die aufgrund des Verlustes ihres Arbeitsplatzes auf Hilfen von der Arbeitsagentur angewiesen sind, unterliegen fortan automatisch wieder dem Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung.

Letzteres ist jedoch nur der Fall, wenn der Versicherungsnehmer das 55. Lebensjahr noch nicht überschritten hat.

Da es bei der Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung gewisse Hürden zu überwinden gilt, sollte unbedingt schon im Vorfeld einer Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung geprüft werden, ob die Versicherung in der PKV wirklich dauerhaft eine vielversprechende Lösung ist.

Alternativ können eine private Zusatzversicherung zusätzlich zur GKV ratsam sein.


Fragen zu Leistungen der PKV

 

Was leistet meine private Krankenversicherung im Ausland?

Der Versicherungsschutz der PKV gilt im Allgemeinen für alle europäischen Länder (Europageltung). Für kürzere Aufenthalte und Urlaubsreisen außerhalb Europas leistet die private Krankenversicherung oft sogar weltweit. Grundsätzlich ist es für privat Krankenversicherte daher nicht nötig eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzuschließen, da die Kosten gegen Vorlage entsprechender Belege in der Regel problemlos erstattet werden.

Dennoch kommt es in manchen Fällen zu Komplikationen, da viele Tarife der privaten Krankenversicherung auf die deutschen Gebührenordnungen abgestimmt sind. Da ausländische Ärzte nicht an diese Gebührenordnungen gebunden sind, kommt es bei der Inanspruchnahme einer Leistung im Ausland oft zu einer Deckungslücke. Eine zusätzliche Krankenversicherung für das Ausland sollte also auch von Mitgliedern der PKV überdacht werden.

 

Wie funktioniert die Kostenerstattung der privaten Krankenversicherung?

Privat Versicherte erhalten nach abgeschlossener Behandlung eine Rechnung des jeweiligen Arztes. Diese reichen Sie anschließend an Ihren Versicherer weiter. Dieser erstattet Ihnen den Betrag in der Regel zeitnah auf Ihr Konto, sodass Sie die Rechnung fristgerecht begleichen können.

Wenn Sie Medikamente benötigen, zahlen Sie diese direkt in der Apotheke. Die Rechnung reichen Sie anschließend bei Ihrer privaten Krankenversicherung ein, die den Betrag umgehend erstattet. Einige Versicherer bieten mittlerweile auch den Service an, Rechnungen digital einzureichen. Dazu scannen Sie die Belege ein oder fotografieren Sie per Smartphone.

Haben Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart? Dann erstattet Ihre Versicherung die Leistungen erst, wenn Ihre Rechnung(en) den Betrag der Selbstbeteiligung überschreiten. Rechnungen, die unter diesem Wert liegen müssen dann vom Versicherungsnehmer selbst gezahlt werden.

 




Mehr zum Thema: PKV Wiki   
Diese Webseite verwendet Cookies, um relevante Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr zum Thema Datenschutz »